Öffnungzeiten Bauernkriegshaus und Museumsräume:
jeden Samstag und Sonntag, jeweils 14-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Das Bauernkriegsmuseum widmet sich den Pfälzischen Bauernkriege, welche 1525 von Nußdorf ihren Ausgang nahmen. Der erste Raum beschäftigt sich mit der Lage der Bauern im Mittelalter. Auf sieben großen Informationstafeln wird allgemeine Geschichte mit Nußdorfer Geschichte verbunden. Sie erfahren etwas über das Lehenswesen, die Dreifelderwirtschaft, den bäuerlichen Alltag, der durch Kargheit, Not und Armut gekennzeichnet war. Dies führte zu Protestbewegungen, die im Symbol des Bundschuh schon in der Mitte des 15. Jahrhunderts manifest werden, nicht erst 1525.

Im zweiten Raum bekommen Sie einen Überblick über die Züge des Nußdorfer Haufens. Am Sonntag Quasimodogeniti des Jahres 1525, dem Kirchweih-Sonntag, beschlossen die Nußdorfer Bauern, ihre politische und wirtschaftliche Lage zu verändern und sich gegen die Fürsten zu erheben. Auf einer neuen, etwa 1 qm Meter großen Überblickstafel können Sie den Weg des Nußdorfer Haufens nachvollziehen: Vom Nußdorfer Beschluss über den Geilweiler Hof zum Kloster Eußerthal und weitere Stationen über Burgen und Klöster bis nach Pfeddersheim. flankiert von einem Bauernkrieger.

Schließlich ist im dritten Raum die Schlacht von Pfeddersheim, nachgestellt mit 1200 Zinnfiguren und bewacht von einem Landsknecht in Originalmontur mit Kussmaulschuhen, mit farbigen Straußenfedern sowie einem Replikat eines Katzenbalgers.

Das Nußdorfer Dorfmuseum

Es zeigt Urkunden, Münzen, Bilder, Figuren, Schriftstücke und Gegenstände, die wesentliche Punkte der Nußdorfer Geschichte belegen, z.B. Dokumente zum Nußdorfer Hexenprozess von 1585. Weiterhin werden Belege dafür gezeigt, dass Nußdorf der erste Ort in der Pfalz war, der einen Maire (Bürgermeister) und einen Notabelnrat (Gemeinderat) wählte (am 30. Januar 1790).

Pfarrer-Lehmann-Stube

Johann Georg Lehmann (1797-1876) war von 1846-1876 Pfarrer in Nußdorf. Lehmann war der bedeutendste Geschichtsschreiber der Pfalz des 19. Jahrhunderts. Sein Werk umfasst zahlreiche Bücher wie

  • Urkundliche Geschichte der ehemaligen freien Reichstadt und jetzigen Bundesfestung Landau i.d.Pf. nebst derjenigen der drei Dörfer Dammheim, Nußdorf und Queichheim, 1851
  • Wegweiser durch die bayerische Pfalz, 1857
  • Urkundliche Geschichte der Burgen und Bergschlösser der bayerischen Pfalz, 5 Bände, 1857ff

Die Pfarrer Lehmann Stube enthält mehrere Erst- und Neudrucke seiner Bücher, einige seiner Möbel sowie Verschiedenes aus dem privaten Nachlass.