Tag 121: Montag, 13. Juli 2020

Hilfe, meine Maske ist weg!

Einfach weg! Unauffindbar. Sie ist war mir so ans Herz gewachsen, obwohl sie ja vor Mund und Nase und hinter die Ohren gehört.

 

Wie schnell man sich doch gewöhnt! Anfangs meinte ich zu ersticken, jetzt fühle ich mich fast nackt ohne sie. Und ist es nicht interessant und amüsant, welche Masken einem begegnen? Ich meine nun nicht die langweiligen Einweg-Dinger, sondern die selbstgenähten. Man könnte psychologische Feldstudien betreiben. Zeige mir deine Maske, und ich sage dir, wie du tickst!

Gut, dass Masken Tragen so normal geworden ist. Manchmal ist es ganz leicht, das Gebot der Nächstenliebe zu erfüllen.

Übrigens: Ich habe jetzt eine neue Maske. Und ich finde, die passt auch zu mir. Wohl dem, der eine nähende Schwiegermutter hat.

Pfarrer Martin Anefeld, Nußdorf