Tag 127: Sonntag, 19. Juli 2020

Was gut tut

Tag_127 taufeEs gibt Menschen, denen es wirklich schlecht geht in diesen Corona-Zeiten. Vielleicht sind sie selbst schwer erkrankt, ringen gar mit dem Tode. Vielleicht liegen in der Familie die Nerven blank, weil die Kinderbetreuung einfach nicht mehr hinzukriegen ist. Vielleicht sind da massive Existenzängste, weil der Job gefährdet ist oder die Einnahmen wegbrechen.

All denen tut es gut, wenn sie medizinisch, psychologisch, finanziell nicht allein gelassen werden. Ob die Hilfen tatsächlich so kommen, ist unsicher. Sicher ist, dass es für Christenmenschen noch etwas gibt, was gut tut. Martin Luther schrieb in Zeiten, in denen es ihm ganz schlecht ging, vor sich hin: „Ich bin getauft.“ Er wollte sich damit vergewissern: Ich kann alles verlieren: mein Geld, meine Ehre, meinen Ruhm, meine Gesundheit. Was ich aber niemals verliere, ist die Zusage Gottes bei meiner Taufe: „Du bist mein geliebtes Menschenkind. Niemals lasse ich dich allein.“

„Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir.“ (Psalm 23,4)

Pfarrer Martin Anefeld, Nußdorf