Tag 191: Montag, 21. September 2020

Der beste Ort zum Fallen

191 ApfelstammWahrscheinlich ist es mit uns so, wie mit den Früchten im Herbst. Wir fallen immer wieder aufs Neue, je nach Saison oder manche von uns sogar noch regelmäßiger. Wir fallen wegen des starken Windes und Sturms des Lebens, weil Chefs, Kolleg*innen oder Verwandte an uns rütteln oder weil die Zeit einfach reif ist. Unser Körper macht zum Beispiel nicht mehr mit, wie wir es gern hätten. Dazu kommen noch die falschen Entscheidungen, die wir treffen. Zu Boden fallen gehört wahrscheinlich zum menschlichen Dasein dazu.

 

Was auch immer der Grund sein mag, wieso ich nächstes Mal falle. Ich hoffe, dass es mir beim nächsten Fallen so ergeht wie dem Fallobst, das auf die Wurzeln des Baumes fällt. Ich möchte nicht allzu weit vom Stamm fallen: Der Stamm, der mich lebendig macht, ist mein Gott. Ich hoffe, dass ich selbst in Krisensituationen meine Augen immer wieder auf Gott richten und ganz auf ihn vertrauen und hoffen kann. Und dass ich immer, wenn ich am Boden bin, Gottes Geborgenheit und Halt um mich spüren kann.

Das wünsche ich mir und Ihnen für mein oder Ihr nächstes „Fallen“, dass wir Äpfel sind, die in diesem Sinne „nicht weit vom Stamm“ fallen.

Vikarin Almendra García de Reuter, Godramstein