Tag 196: Samstag, 25. September 2020

Der rote Faden

196 roterfaden"Mein Leben ist ein einziges Chaos!", bricht es aus der jungen Frau heraus. Sie hat gerade ihr Studium geschmissen. "Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll", sagt der alleinerziehende Vater von drei Jugendlichen, der seine Arbeit verloren hat. Diese Menschen haben den sprichwörtlichen roten Faden verloren. Sind suchen nach Halt.

 

Wissen Sie, dass die Redewendung vom roten Faden ihren Ursprung in der britischen Marine hat? Jedes Tau der Seestreitkräfte war von einem roten Faden durchzogen. Es war eingewebt worden, um so den Zusammenhalt der gesamten Marine zu symbolisieren.

Ich frage mich, ob es so etwas wie einen roten Faden für unsere Lebensgeschichte gibt? Gibt es so etwas, das man nie verliert - egal, wo wir sind und was wir gerade erleben. Das uns Orientierung und Halt gibt.

Mich als Gedanke Gottes zu verstehen, mich gewollt und angenommen zu fühlen, - das ist der rote Faden, an dem ich mich festhalte. Heute und morgen. Hoffentlich mein Leben lang.

Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe.
Psalm 139, 13

Gemeindediakonin Annette Bernhard, Annweiler / Hofstätten