Tag 228: Mittwoch, 28. Oktober 2020

Gartenarbeit

Letzte Woche war gutes Wetter für Gartenarbeit: Noch einmal den Rasen mähen, die Astern zurückschneiden und Unkraut, das sich in den letzten Wochen breit gemacht hatte, entfernen. Und dann der schöne Teil der Arbeit: Blumenzwiebeln setzen.

 

Ich mag Gartenarbeit: Ich rieche und spüre die Erde, fühle mich als Teil der Schöpfung, gestalte und sehe oft direkt ein Ergebnis.
Natürlich können Tulpen, Hyazinthen und Osterglocken auch erst im Frühjahr gesetzt werden. Doch wer vorausschauend im Herbst pflanzt, hat dann früher die ersten so ersehnten Blüten im Garten.
Ich finde das hat was: Mit den Blumenzwiebeln verbinde ich die Hoffnung, mich nächstes Jahr wieder an meinem Garten freuen zu dürfen. Wenn dann die ersten Krokusse ans Licht kommen, ist die dunkle Jahreszeit endlich vorbei.

Und dabei entdecke ich Parallelen zum Glauben:
Im Kindergottesdienst, in den Kitas und Schulen, auf Kinderfreizeiten und im Umgang mit Kindern und Enkeln, legen wir auch etwas an. Wir erzählen die alten Glaubensgeschichten aus der Bibel, wir beten und singen Lieder in der Hoffnung, dass auch hier unser Bemühen auf guten Boden trifft. Schön, wenn man auch hier – wie im Gartenbeet- entdeckt: Hier blüht auf, was einst gesät wurde.

Gemeindediakonin Annette Bernhard, Annweiler / Hofstätten