Tag 242: Mittwoch, 11. November 2020

Urlaub

Tag_242_Urlaub

Urlaub während der Corona-Zeit. In der Sommerzeit fühlte es sich noch einigermaßen vertraut an. Urlaub in einem Ferienhaus, da war das Kochen so oder so vorprogrammiert. Das Frühstück machte sich nicht von allein. Und selbst der Kaffee musste in Eigenregie gekocht werden. Soweit so normal. Aber wenn noch Urlaub übrig ist und abgebaut werden möchte, dann werden eben im November ein paar Tage genommen. So die Planung.

Aber was tun, wenn dann eben doch wieder verschärfte Bedingungen herrschen. Klar der Klassiker, der schon immer geholfen hat und auch stets eine gute Einstellung sein wird: Positiv denken; das Beste daraus machen usw. ... Schöne Ratschläge, aber nicht immer ganz einfach zu erreichen. Darum jetzt ganz praktisch:
Ich habe Höhenangst. Und heute wollte aber eine Sehenswürdigkeit erkundet und begangen werden. Also los. Wandern und dann hoch auf den Hügel und zur Geierlay-Brücke. Zur ehemals längsten Hängeseilbrücke Deutschlands, die mittlerweile als die Schönste beworben wird. Und schön ist es allemal! Das Wetter war toll, wenig Menschen und die Aussicht sowie so genial. Ok, rauf auf die schwankende Brücke. Bloß nicht nach unten schauen ... das sagt sich so leicht, aber wenn der Untergrund leicht schwankt (und später zur Mitte der Brücke hin, schwankte es um so mehr) ist das eine ziemliche Herausforderung. Aber naja, es blieb mir ja nicht viel anderes übrig, es galt nämlich das Einbahnstraßen-Prinzip (coronabedingt). Also langsam weiter. Bewältigung der Angst und Erlebnisse im Corona-Urlaub. Getreu nach dem 1. Petrusbrief 5,7:

Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.

Und Sie? Wie beschäftigen Sie sich in dieser Zeit? Oder haben Sie gar das Gefühl von regulärem Alltag?

Pfarrer Thomas Himjak-Lang, Am Hainbach in Böchingen