Tag 259: Samstag, 28. November 2020

Aus der Not eine Tugend machen

Tag 259 Tugend

Erstes Adventswochenende 2020. Für Kirchengemeinden ein Wahlwochenende. Das neue Presbyterium wird gewählt (Haben Sie schon gewählt? Bis Sonntag 18 Uhr ist noch Zeit den Brief abzugeben). Für Familien dagegen vielleicht ein Plätzchenwochenende. Mit Liedern aus der Weihnachtsbäckerei: "Morgen Kinder wird’s nichts geben …" Nein, die andere Version, nicht die von Erich Kästner, sondern die schöne, die von Geschenken und einer frohen Zeit spricht.

 

Morgen ist der 1. Advent, der Beginn eines neuen Kirchenjahres und der Beginn des Wartens auf Weihnachten. In diesem Jahr ist vieles anders. Dieser Satz ist aber gar nicht mal so neu, gerade im letzten Jahrhundert gab es immer wieder die Gelegenheit ihn zu sprechen. Auch in den 2000er Jahren, nach den Anschlägen vom 11. September: „Die Welt wird nie wieder so sein wie zuvor“. Genau genommen ändert sich die Welt zwar ständig und ist nie wie zuvor, aber diese Spitzfindigkeit lassen wir mal beiseite.

Jede Zeit hat ihre eigenen Herausforderungen. Während der Nachkriegszeit ging es darum sich selbst einzuschränken und das Land aufzubauen. Die Not des Mangels, wurde umso mehr zur Tugend. Die Not heute ist eine Einschränkung unserer persönlichen und physischen Begegnungen. Die Tugend dagegen könnte mehr innere Einkehr, ein mehr an wirklicher Bildung sein.

 Die Belohnung für Geduld ist Geduld.         Aurelius Augustinus, Bischof von Hippo

Pfarrer Thomas Himjak-Lang, Böchingen