Tag 315: Samstag, 22. Januar 2021

Flexibilität

Tag 316 Flexibilität

In unserer Zeit gibt es ein paar Dinge, die nicht mehr wegzudenken sind: Autos, Smartphones. Allgemein spielt Technik in vielen Bereichen eine große Rolle. Technik die sich fortlaufend verbessert. Geräte, die am laufenden Band Updates bekommen und wir die Nutzer, die wir uns mit dem Neuem auseinandersetzen dürfen bzw. müssen. Ähnlich sieht es auch am Arbeitsplatz aus. Über Jahrzehnte die gleiche Tätigkeit auszuüben, entspricht den meisten Berufsbildern nicht mehr. Flexibilität ist gefragt, lebenslanges Lernen und die Bereitschaft sich weiterzubilden. Es gibt Stimmen in der Gesellschaft, die dies kritisch sehen. Die Flexibilität und Veränderungsbereitschaft als Negativfolgen des Kapitalismus ansehen. Denken Sie an Zeitarbeitsverträge, an Befristungen und mangelnde Planungssicherheit. Doch allein ein Produkt der Moderne ist es nicht, wenn es auch unschöne Auswüchse und Formen annimmt. Schon vor Jahrtausenden wurden Menschen in allen Lebenslagen und jenseits von jugendlichem Elan dazu aufgefordert flexibel zu sein:


Da zog Abram aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte, […] Abram aber war fünfundsiebzig Jahre alt. 1. Mose 11,4


Mit 75 ein Umzug in ein neues Land ... spannend, ob ich das könnte.


Jesus: Folge mir nach! Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach. Lukas 5,27f

Bei aller Flexibilität, die das Leben heute fordert, auch unser Glaube fordert es flexibel zu sein. Flexibel im Denken, im Reflektieren: Macht das eigentlich gerade Sinn? Bringt es mich oder bringt es unsere Gemeinschaft irgendwie weiter? Ist das im Sinne der Liebe, die Gott ist, die Jesus verkündet, die wir leben sollen?

Pfarrer Thomas Himjak-Lang, Böchingen