Tag 333: Mittwoch, 10. Februar 2021

Nahrung für die Seele

Wer längere Zeit nichts isst, bekommt Hunger. Der Magen beginnt dann zu knurren. Das kann schon mal unangenehm sein, wenn er laute Geräusche von sich gibt.

Die Seele ist da zurückhaltender. Auch sie braucht Nahrung, wenn sie nicht verkümmern soll. Sie gibt keine Geräusche oder direkt wahrnehmbare Signale von sich, wenn es mal wieder an der Zeit wäre, sie zu stärken. Eigentlich schade. Die Seele braucht keine zwei oder dreimal am Tag Futter. Aber doch ab und zu kleine Aufmerksamkeiten.

 

Vieles, was uns seelisch gesund erhält, können wir momentan nicht tun: Singen, reisen, Feste feiern……. Das sieht man den Menschen auch an.

Man sagt, die Augen seien die Fenster zur Seele. Und tatsächlich habe ich in letzter Zeit selten in strahlende Augen gesehen. Manchmal begegnet mir ein freundliches Lächeln, meist aber treffe ich auf ernste Gesichter.

Deshalb ist es umso wichtiger in unseren Alltag Rituale einzubauen, die uns guttun. Ob das nun ein schöner Film, ein duftendes Bad oder eine Meditation ist. Deshalb: Heute ist guter Tag, um uns selbst ein wenig zu verwöhnen.

Womit machen Sie sich heute eine Freude?

Gemeindediakonin Annette Bernhard, Annweiler / Hofstätten