Tag 334: Donnerstag, 11. Februar 2021

Bitte lächeln!

„Engelslächeln“. Ein treffender Name. Babys lächeln unbewusst im Schlaf. Mit fünf, sechs Wochen lächeln sie dann sehr bewusst auf dem Wickeltisch ihr Gegenüber an. Sie geben zurück, was ihnen entgegengebracht wird. Sie bauen die lebenswichtigen sozialen Kontakte auf.

Ein Lächeln wird überall in der Welt verstanden. Im Lächeln meldet sich die Seele zu Wort, mehr als im Lachen.

 

Zugegeben: Lächeln kann auf vorhandene Unsicherheit hindeuten. Lächeln wird oft zu einer „von Fotoapparaten ausgelösten Seuche“. Lächeln wird eingesetzt, um die wahren Gedanken zu verbergen.

Aber ursprünglich muss das Lächeln eine andere Funktion gehabt haben. Es muss von Anfang an Zeichen der Liebe gewesen sein. Bei Erschaffung der Erde „sah Gott an, alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut“ (1, Mose1,31). An dieser Stelle muss Gott gelächelt haben!

Engelslächeln. Auch für Erwachsene zu empfehlen.

Der Nasen-Mund-Schutz verdeckt zwar die Mundpartie. Aber echtes Lächeln geht auch über die Augen. Versuchen Sie es einmal. Ihnen zuliebe und allen, denen Sie heute begegnen.

Pfarrer Lothar Schwarz, Rhodt