Tag 348: Donnerstag, 25. Februar 2021

Ich bin dann mal weg!

348 AbschiedIch verabschiede mich nicht gerne. Denn: Sich von etwas oder jemandem zu verabschiedenen fällt mir schwer.

Liegt vielleicht daran, dass im Menschen auch ein kleiner Klammeraffe schlummert. Bei Gefahr oder Ungewissheit, wird sich einfach im vertrauten Fell der Mutter festgeklammert. Ein Urreflex also. Nun haben Menschen meist weniger Fell, aber emotional gesehen, suchen und festigen wir Bindungen, fühlen uns in der Routine wohler als bei Abschied und Neubeginn.

Aber: Wer zu viel klammert, verkrampft, verspannt, blockiert sich. Und: Abschiede gehören zum Leben dazu. Das ist auch gut so, denn: Nur wer loslässt, hat die Hände frei für etwas Neues.

Das erinnert mich an eine Übung gegen Verspannungen. Zuerst: Hinstellen. Bewusst atmen. Schultern locker lassen, loslassen. Dann: Die Arme zur Decke strecken. Sich langmachen und: Äpfel pflücken.

In der Bibel gibt es auch fürs Abschiednehmen und Neubeginnen eine kleine Übung. Funktioniert so ähnlich wie Äpfel pflücken:

  1. Bleib immer offen für die Zukunft! Denk nie Du bist schon fertig.
  2. Setz Dir ein Ziel!
  3. Lass los, was hinter Dir ist – nimm Dir dafür Zeit.
  4. Und dann: Streck Dich nach dem aus, was vor dir liegt.

Dort gibt es in jedem Fall etwas zu holen!

Pfarrerin Jasmin Coenen, Albersweiler

Mit dieser Gut-Tu-Nachricht verabschiede ich mich aus dem Team der Autor*innen.