Tag 371: Samstag, 20. März 2021

Existentialismus und andere Höhenflüge

Tag 371 Existentialismus

Gespräch in einer Dinosaurier Familie: „Papa, existiert Gott?“ – „Noch nicht“.  Diejenigen unter Ihnen die ‚elternerfahren‘ sind, mögen sich häufiger mit solchen und ähnlichen Fragen Ihrer Kleinen beschäftigten. Viele kleine und große Probleme werden einfach angesprochen. Meine Eltern durften und mussten sich mit meinen endlosen Warum? Fragen auseinandersetzen. Mir wurde dabei von unterschiedlichen Quellen sogar mehrmals versichert, dass hierbei eine ziemlich große Portion Geduld von Nöten gewesen sei.

An der Antwort des Dino-Elternteils bleibe ich hängen: Noch nicht. Impliziert sie doch Gott als Erfindung der Menschen. Als Erfindung der Sprache, die etwas Unfassbares in Worte und Bahnen fassen will. Gott beweisen, können wir nicht. Der Begriff Gott ist nur ein Wort und doch verbinden viele Menschen, auch ich, damit etwas Größeres, etwas Einzigartiges. In besonderer Form kommt das zum Ausdruck, mit Worten, die Mose zugeschrieben werden:

Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr ist einer. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. 5. Mose 6,4-5

 Pfarrer Thomas Himjak-Lang