Tag 430: Dienstag, 18. Mai 2021

Gräben überbrücken

430 SchneckeGräben gibt es überall. Natürlich entstandene Gräben und menschengemachte Gräben. Manchen Graben habe ich selbst ausgehoben. Leider.

Gräben können schützen. Entwässerungsgräben, zum Beispiel. Oder der Graben an einem Raubtiergehege. Gut, dass es ihn gibt.

Gräben müssen weg. Schützengräben, zum Beispiel. Der tiefe Gräben zwischen Israel und Palästina. Gräben zwischen reich und arm. Sie dürfen nicht sein.

Gräben kann man überwinden. Vorsichtig herantasten. Die Fühler ausstrecken. Den eigenen Möglichkeiten trauen. Anfangen. Geduld haben. Das Ziel im Auge behalten

Mancher Graben wird im Schneckentempo überwunden. Aber besser so, als gar nicht.

Herr, gib mir Mut zum Brückenbauen, gib mir den Mut zum ersten Schritt, lass mich auf deine Brücken trauen, und wenn ich gehe, gehst du mit.
Ich möchte gerne Brücken bauen, wo alle tiefe Gräben sehn. Ich möchte über Zäune schauen und über hohe Mauern gehen.
(aus: „Herr wir bitten“, BE 222/Rechte im Gustav Bosse Verlag Regensburg)

Lothar Schwarz, Rhodt