Tag 462: Samstag, 19. Juni 2021

Tag_462_Weg

Manchmal wünsche ich mir mein Weg durchs Leben, mein Weg mit und zu Gott wäre so gerade wie in diesem Bild. Das wäre schon ein Traum. Immer geradeaus, keine Hindernisse, alles ist perfekt. Aber wenn ich meinen Weg durchs Leben und meinen Weg mit Gott zeichnen müsste, wäre das wohl eher der Weg, denn ich gehe, wenn ich nach etwas Wein zu viel zu mir nach Hause laufe. In Schlangenlinien, mit Umwegen und Sackgassen. Mein Weg ist leider nicht so gerade. Aber auf der anderen Seite, wie langweilig wäre mein Weg, wenn er immer nur gerade wäre? Natürlich ist es nicht schön, wenn man an Stellen in seinem Leben gerät, auf die man lieber verzichtet hätte. Wenn Gott gerade ganz weit weg scheint. Aber nur deswegen weiß ich zu schätzen, was ich an meinem Leben und an Gott habe. Ohne diese Umwege hätte ich viele Menschen, die mich bis heute begleiten nie kennengelernt. Also nehmen wir das positive an unserem Weg in Schlangenlinien, in Umwegen und Sackgassen. Wenn wir gerade in eine geraten, wenn wir uns von Gott entfernen, wenn wir einen Umweg gehen. Dann ist das frustrierend. Aber wenn wir wieder aus der Sackgasse herausfinden, de Schlenker zurück zu Gott machen, den Umweg absolviert haben, dann haben wir ganz viele Souvenirs auf unserem Weg gesammelt, die uns begleiten. Also bei Ihrem nächsten Schlenker, schauen Sie doch mal am Wegesrand, was sich für die Zukunft einsammeln lässt.

Vikar Patrick Keipert, Landau