Tag 465: Dienstag, 22. Juni 2021

Ein winziger Ruf

465 RindRanschbachIn Ranschbach konnte ich mich diesem Rinder-Kälbchen nähern. So unglaublich nah, dass ich sein flauschiges Fell fast anfassen konnte. Ich wunderte mich sehr darüber, wieso weder Mama-Kuh noch Papa-Bulle angetrabt kamen, um mich zu verscheuchen. Hatten sie das Kälbchen aus den Augen verloren? Der Hirte meinte prompt: „Die Eltern haben ihr Kalb zwar gerade nicht im Blick, aber ein winziger Ruf des Kalbes reicht und die Eltern suchen, finden und retten ihren Zögling sofort.“ Und ich würde dann womöglich in ernsten Schwierigkeiten stecken. Da musste ich schlucken und bin dann doch lieber fröhlich meines Weges gegangen.

Lieber Gott, Danke, dass du wie eine Kuh oder ein Bulle auf meinen winzigen Ruf reagierst. Gerade stecke ich in keinen so großen Schwierigkeiten. Aber für den Fall: Es tut mir so gut zu wissen, dass du mich dann suchen und retten möchtest. Amen.

Vikarin Almendra García de Reuter, Landau - Godramstein