Tag 475: Freitag, 2. Juli 2021

»Sei wohl behütet!«

Tag 475 Behütet

Wie oft haben wir uns dieses Segenswort im Coronajahr schon zugesprochen? Oder umgekehrt - wie oft wurde uns dieser Segenswunsch schon entgegengebracht? Was bewirken diese Worte in einem? Welche Gefühle lösen sie aus?

Sie tun der Seele gut. Machen Mut. Geben Hoffnung und Zuversicht. Vermitteln Freude. Geben Geborgenheit. Legen Glücksgefühle frei.

Ein Segen ist wie eine Umarmung. Ist wie eine weiche Wolke. Ist wie ein wärmender Mantel. Ist Gottes Beistand. Ist Quelle und Brot in Wüstennot.

Wir haben während der Pandemie wahrlich kein leichtes Jahr erlebt! Quarantäne, Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverbote, Existenzsorgen, Angst um die Gesundheit - dies alles und noch andere Beschwernisse begleiteten uns.

Aber war nicht auch in dieser schwierigen Zeit Gottes Zuwendung zu spüren? War sein Beistand etwa nicht in ganz einfachen Momenten dingfest zu machen?

Es gab so viele Menschen, die sich um andere kümmerten. Das waren Ärzte und Medizinerinnen. Pflegepersonal. Krankenschwestern. Menschen, die vor Altersheimen musizierten oder kleine Botengänge verrichteten. Das waren unsere Kinder und kleine Freundinnen und Freunde, die Regenbogenbilder malten oder ein Gedicht aufsagten.

»Sei wohl behütet!« - das waren und das werden weiterhin tröstende und aufbauende Segensworte sein, die für Wärme und Licht und Sonnenstrahlen sorgen.

Und für alle, die ihr Herz öffnen, ist Gottes Geist spürbar. Er ist gegenwärtig, wenn wir eine tiefe Verbundenheit mit und zu einem Menschen wahrnehmen. Und immer auch, wenn wir gedanklich mit ihm unterwegs sind.

Wenn Gottes Geist um uns herum Einkehr hält, gehen wir unseren Weg als Gesegnete und können von diesem Segen auch etwas weiter geben.

Darum: »Seid alle weiterhin wohl behütet!«

Lektorin Monika Wiegand, Landau-Mörzheim