Gute Nachricht - Gut-Tu-Nachricht

Tag 418: Donnerstag, 6. Mai 2021

Für eine Freundin

Tag 418 Scherben

Fang den Tag von heute nicht mit den Scherben von gestern an! Der Tag gestern, alle Tage und alle Jahre von früher sind vorbei, begraben in der Zeit. An ihnen kannst du nichts mehr ändern. Hat es Scherben gegeben? Schlepp sie nicht mit dir herum! Denn sie verletzen dich Tag für Tag.

Es gibt Scherben, die wirst du los, wenn du sie Gott in die Hände legst. Es gibt Scherben, die kannst du heilen, wenn du ehrlich vergibst. Und es gibt Scherben, die du mit aller Liebe nicht heilen kannst. Die musst du liegen lassen. (Phil Bosmans)

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Tag ohne viel Bruch: Bleiben Sie weiterhin behütet und bewahrt an Leib und Seele!

Pfarrerin Eva Weißmann, Godramstein

 


 

Tag 417: Mittwoch, 5. Mai 2021

Projekt Hoffnung 3.0

417 distel aUmgegraben, Wurzeln entfernt, glatt gerecht, eingesät, gewässert – und da! Das erste Blumengrün! Aber dann die Ernüchterung: eine Distel, eine hundsgemeine Kratzsdistel schiebt sich da aus dem Erdreich. Was war ich enttäuscht. Darauf hatte ich nicht gehofft. So ein Unkraut in meinem schönen Blumenbeet!

Ich bin über die Enttäuschung hinweg. Ich habe andere Pläne. Ich lasse die Distel kontrolliert wachsen. Denn auch sie hat das Potential zu einer wahren Schönheit. Und Hummel, Schmetterling und Distelfink freuen sich überdies.

Vielleicht ist das mit unseren Hoffnungen ähnlich. Erstens kommt’s ganz anders, zweitens als man denkt. Aber dann Geduld haben, wachsen lassen, geschehen lassen, darin liegt eine große Verheißung.

„Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der HERR allein lenkt seinen Schritt.“ (Sprüche 16,9)

Pfarrer Martin Anefeld, Nußdorf


 

Tag 416: Dienstag, 4. Mai 2021

Singen macht glücklich!

416 Singet dem HerrnEs ist bewiesen: Singen hat eine wunderbare Wirkung auf unseren Körper! Singen hält den Körper fit wie Dehnübungen oder leichter Sport. Der Blutdruck sinkt und die Muskulatur entspannt sich. Singen stärkt unser Immunsystem und schützt vor Erkältung und anderen Krankheiten. Menschen, die zum Beispiel im Chor singen, leben länger. Und zum Schluss – aber nicht weniger wichtig: Beim Singen werden Glückshormone ausgeschüttet. Das mussten Menschen vor mehreren tausend Jahren schon geahnt haben. Der Psalmist schreibt im Wochenspruch jedenfalls: Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.

Hier lasse ich Ihnen meine Lieblingsversion vom Amazing Grace – in einer Reggae-Version. Auf wundersame Weise bekomme ich immer gute Laune nach diesem Lied. Ich hoffe, Sie auch!
Amazing Grace - YouTube

Vikarin Almendra García de Reuter, Landau / Godramstein


 

Tag 415: Montag, 3. Mai 2021

Zuckerstückchen für Himmelskinder

Tag 415 Zuckerstückchen

Als Kind habe ich Zuckerstückchen aufs Fensterbrett gelegt – für den Klapperstorch. Und es hat geklappt! Denn als Gegenleistung hat er mir damals eine kleine Schwester gebracht. Gesehen habe ich ihn damals aber nicht. Ich weiß nur noch, dass ich mich gefragt habe: Woher hat der Storch die Babys? Wo kommen die nur her? Und ich habe mir das etwa so zusammengereimt: Die Babys kommen aus dem Himmel. Und der Storch muss sie dort irgendwie von Gott bekommen – als kleines Paket mit liebem Gruß von Gott - mit Bestimmungsort: Erde. Genauer: Familie.

Ich glaube heute nicht mehr an den Klapperstorch – zumindest nicht daran, dass er die Kinder bringt. Aber wenn ein Kind geboren wird, habe ich heute immer noch das Gefühl, dass uns Gott ein kleines Paket direkt aus dem Himmel schickt – mit Bestimmungsort: Erde, Familie, unsere Familie.

Wir sind alle einmal als kleines Paket gelandet – mit liebem Gruß und Bestimmungsort… Und dass wir einmal im Jahr Geburtstag haben, soll und wahrscheinlich genau daran erinnern: dass wir Himmelskinder sind – und ein Stück Himmel in der Seele tragen – von Gott mit den besten Grüßen!

Pfarrer Stefan Mendling, Annweiler

 

 

 

 


 

Tag 414: Sonntag, 2. Mai 2021

Wie ich Dich sehe

Tag 414 So siehst du ausEiner meiner Söhne schenkte mir diese Karte. Sein kreatives Werk aus der Kita. Erstaunlich, wie genau er beobachtet hat. Viele Angaben stimmen. Und bevor Sie nun falsche Vermutungen anstellen: Der Vorname stimmt, das Alter stimmt, die Haarfarbe stimmt teilweise, der Beruf ganz. Auch eine unserer Lieblingsbeschäftigungen stimmt. Und wenn ich mein Portrait anschaue: Der große Mund, die ausgebreiteten Arme im modisch schwarzen Talar…. So stellt man sich doch einen Pfarrer vor: sprachmächtig und die Welt umarmend.

Bin ich das wirklich? Oder gehöre ich zu denen, die gerne in zu große Schuhe schlüpfen? Oder die gar in rote Schuhe schlüpfen und sich unfehlbar wähnen? Bin ich einer, der sich manchmal kleiner macht, als er ist? Einer, der zurechtgestutzt wird? Stehe ich auf wackligen Beinen? Habe ich traurige Augen und verziehe ich zu oft den Mund?

Wie bin ich? Ich kann keine Antwort geben. Ich will mich auch nicht festlegen. Ich weiß aber, dass andere mich sehen, mich beurteilen, ein Bild von mir haben.
Und ich hoffe, dass dieses Bild ähnlich liebevoll gemalt ist, wie das von einem meiner Söhne.

Pfarrer Lothar Schwarz, Rhodt

 

 

 


 

Tag 413: Samstag, 1. Mai 2021

Die Sache mit dem Gleichgewicht

Tag 413 Gleichgewicht

Diese Erfahrung machen schon Kinder: Es ist gar nicht so leicht, die Balance zu halten. Wer nicht aufpasst, verliert das Gleichgewicht und stürzt.

Auch in unserem Alltag ist es nicht leicht, das Gleichgewicht zu halten. Da sind verschiedene Lebensbereiche, die unsere Zeit und Kraft beanspruchen: Arbeit, Familie, Partnerschaft, Ehrenamt und Hobbies.
Wenn ein Bereich längere Zeit zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, spürt man bald die Folgen. Man hört Vorwürfe.Oder ist mit anderen Folgen konfrontiert: Zu wenig Einsatz im Haushalt führt zu Unordnung, zu wenig Zeit zum Sport in der Freizeit schadet dem Rücken, ..

Deshalb ist es gut, ab und zu innezuhalten und auszuloten und zu fragen: Bin ich mit mir und meinen Werten im Einklang? Vielleicht entdeckt man, dass etwas nicht zu tun, ein Gefühl von Freiheit verbreiten kann. Das Gespräch mit Gott ist dabei eine gute Gelegenheit, die Überlegungen zu vertiefen:

Mein Gott, ein neuer Tag liegt vor mir. Ich freue mich auf die Aufgaben, die heute anstehen. Hilf mir zu unterscheiden, wer oder was heute meine besondere Aufmerksamkeit braucht. Gib mir Gelassenheit, Dinge auch liegen zu lassen. Segne mein Tun und Lassen. Amen.

Gemeindediakonin Annette Bernhard, Hofstätten/Annweiler

 

 

 


 

Tag 412: Freitag, 30. April 2021

Tag 412

Willst du immer weiter schweifen,
sieh das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
denn das Glück ist immer da.

Mein liebstes Gedicht von Johan Wolfgang von Goethe. Kurz, aber mit so schönen Botschaften. Sie müssen gar nicht immer weiter suchen, nicht ins Unbekannte verreisen, nicht die nächste Sproße auf der Karriereleiter nehmen. Glücklich sein, das geht am besten im Augenblick, in dem was man hat. Glück ist in der Familie, bei guten Freunden, bei seiner großen Liebe. Glück kann ein schöner Ausblick sein, ein gutes Essen. Glück, das ist nie weit weg. Glück ist immer da.

Vikar Patrick Keipert, Landau