Kirche Wilgartswiesen

 

Wer auf der Bundesstraße 10 zwischen Landau und Pirmasens unterwegs ist, wird sie nicht übersehen: Mit imposanter Doppelturmfassade grüßt die neuromanische Kirche von Wilgartswiesen ins Queichtal.

 

1839 wurde unter dem Architekten August von Voit die Vorgängerkirche abgerissen und der Neubau bis 1843 fertiggestellt. Ein expldierender Holzofen hinterließ 1920 eine völlig ausgebrannte Kirche. Architekt Latteyer aus Ludwigshafen besorgte den Wiederaufbau mit einzelnen Korrekturen amäußeren Erscheinungsbild, das Innere wurde nach damaligem Geschmack in einem stimmungs- und weihevollen Raum umgewandelt. Gründlich verändert wurde der Kirchenraum wieder bei der Renovierung 1961/1962. Die Westempore wurde abgerissen, an der Westseite ein Altarraum geschaffen, der das Schiff um drei Stufen überragt. Die Fresken verschwanden. Von der alten Ausstattung wurden lediglich Holzdecke, Bänke, Altar und Kanzel übernommen. Blickfang im Altarraum ist eine große Christusfigur aus Eichenholz, geschaffen von Margot Stempel-Lebert.

Die klangschöne Oberlinger Orgel mit 16 Registern sitzt in einem modernen Gehäuse aus Lärchenholz. In ihr finden die Holzpfeifenregister der 1921 eingebauten Steinmeyer-Orgel wieder Verwendung.

Das große Rosettenfenster in der Ostfassade stammt von Margot Stempel-Lebert. Die Fenster in der Westfassade sind Fragment einer künstlerischen Gesamtkonzeption des Innenraums von Karl-Martin Hartmann, Wiesbaden.

Seit 1985 steht die Kirche unter Denkmalschutz.