Auszug aus dem aktuellen Gemeindebrief Advent 2020 bis Ostern 2021:

Was sich in unserem Kita-Alltag verändert hat

Nachdem im August der Regelbetrieb in den Kitas ausgerufen wurde, kamen mit steigenden Fallzahlen immer mehr Einschränkungen auf uns zu. Zuletzt kam sogar vom OB persönlich die Empfehlung, nicht mehr in geöffneten Gruppen zu arbeiten. Die Einrichtung unserer Räume orientiert sich jedoch an den Funktionsschwerpunkten. Dadurch sind nicht alle Spielmaterialien in jedem Raum verfügbar. Zusätzlich besteht ein Großteil unseres Konzepts aus gruppenübergreifenden Angeboten, die ebenfalls nicht mehr stattfinden sollen. Die Öffnungszeiten müssen aber laut Landesregierung für alle Kinder gewährleistet werden, was bei drei getrennten Gruppen den dreifachen Personalaufwand während der Früh- und Spätdienste bedeutet. Eine Antwort darauf, wie der personelle Mehraufwand ge-schultert werden kann, bleiben uns die Verantwortlichen wie üblich schuldig. Der Verweis auf Vertretungen nützt wenig, da diese selten in ausreichendem Umfang und mit angemessener Qualifizierung zur Verfügung stehen. In unserer Kita haben wir uns damit beholfen, dass wir unsere Team- und Vorbereitungszeiten einschränken und dadurch mehr Stunden am Kind zur Verfügung haben.

Um die Gruppen konsequent voneinander zu trennen und bei einem Corona-Fall nicht die ganze Einrichtung schließen zu müssen, wurden die Geschwisterkinder zusammengelegt. Das Außengelände wurde mit Flatterband unterteilt, die Toiletten jeweils fest den Stammgruppen zugeordnet. Statt die Einrichtung komplett umzuräumen, tauschen die Gruppen wöchentlich den Funktionsraum. So hat jedes Kind im Wechsel Zugang zu jedem Schwerpunkt.

Unsere Besprechungen finden derzeit nur per Videokonferenz statt, um auch das Personal zu trennen und eine maximale Betreuungssicherheit zu erreichen. Die gruppenübergreifenden Angebote, wie zum Beispiel die Lernwerkstatt für die Vorschulkinder, werden nun innerhalb der Stammgruppe angeboten. Trotz der veränderten Rahmenbedingungen können wir den Kindern so einen relativ normalen Kita-Alltag bieten, auch wenn der Wechsel zwischen den Räumen derzeit nicht möglich ist. Es bleibt die Hoffnung auf eine Beruhigung der Lage im kommenden Jahr, so dass wir wieder zu unserem bewährten Konzept zurückkehren können.

Elternausschuss

Corona-bedingt wurde im November via Briefwahl ein neuer Elternausschuss gewählt. Ihm gehören für das laufende Kindergartenjahr an: Frau Grün, Herr Polster, Frau Rudy, Frau Schneider (Vorsitzende), Frau Schröter und Frau Stivaktatis (stellv. Vorsitzende). Beratendes Mitglied: Frau Lahmers. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Advent in den Ostergärten

Dieses Jahr gestalten wir die Adventszeit unter besonderen Voraussetzungen. Standen in den vergangenen Jahren vor allem gruppenübergreifende Angebote wie unsere Adventsandachten oder der Familiengottesdienst im Vordergrund, müssen wir dieses Jahr mit festen Betreuungssettings planen. So können manche Veranstaltungen nicht stattfinden, für andere müssen neue Formen gefunden werden. Wir haben mittels Zoom zusammengesessen und viele Ideen entwickelt, wie wir für die Kinder die Zeit bis Weihnachten gestalten können: Die gruppeninternen Adventsstündchen finden wie jedes Jahr statt. Am 07.12. besuchte uns der Nikolaus, mit Abstand und einem Sack voller Geschenke. Einen Adventsgottesdienst können wir leider nicht veranstalten, da unter Einhaltung des Hygienekonzepts nicht alle Familien in die Kirche passen. Stattdessen gehen die Kinder am 17.12. zu Frau Weißmann in die Kirche, die an diesem Tag die Adventsstündchen übernimmt.

Am 23.12. gibt es wie üblich eine interne Weihnachtsfeier in den Gruppen, die Kinder dürfen durch die Adventsspirale laufen und zum Abschluss wird ein gemeinsames Mittagessen für alle angeboten. Auch an diesem Tag bewegen sich die Kinder ausschließlich in ihren Stammgruppen. Trotz der veränderten Rahmenbedingungen freuen wir uns auf eine besinnliche Adventszeit und wünschen Ihnen frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr!  

Ihr Kita-Team

Auszug aus dem aktuellen Gemeindebrief Sommer bis Advent 2020:

Ereignisreiche Wochen liegen hinter uns, hinter den Kindern und Eltern und den Erzieherinnen und Erziehern der Prot. Kita Godramstein: Nachdem uns die Corona-Krise von einem Moment auf den anderen in den Lockdown geschickt hatte, gab es viel Arbeit und Organisation „hinter den Kulissen“. Von Anfang an betreuten wir eine kleine Kindergruppe in der sogenannten Notbetreuung. Dabei gab es keine Kontinuität, sondern je nach Bedarf der betroffenen Familien kamen mal diese, mal jene Kinder in die Kita. Mal blieben sie den ganzen Tag, mal kamen sie erst kurz vor Mittag und blieben bis zum Schluss. Jeder Tag war anders, und alle Tage waren nicht „wie vor der Krise“.

Da die Erzieherinnen und Erzieher in Kleinteams arbeiteten, die sich gegenseitig nicht begegnen sollten, um eine mögliche Ansteckung auszuschließen, war viel Absprache per Telefon oder auf elektronischem Weg nötig. Zudem änderten sich fast wöchentlich die Auflagen und Hygienevorschriften, unter denen die Arbeit gestaltet werden musste. Auch dies erforderte ständige Absprachen im Team.

Der Informationsfluss zu den Eltern wurde durch Briefe aufrechterhalten, und die Mitglieder des Teams brachten diese Briefe auf Schusters Rappen zu den Familien. Auch an die Kinder schrieben wir mehrmals Briefe mit Bastel- und Spielideen. Viele Kinder beantworteten unsere Briefe, indem sie uns Bilder malten oder uns zusammen mit ihren Eltern schrieben. Wenn Sie an der Kita vorbeigehen, fallen Ihnen bestimmt die Holzherzen auf, die von den Kindern bunt gestaltet und am Zaun befestigt wurden. Wir freuten uns über alle Zeichen der Verbundenheit!

Allmählich wurde der Kitabetrieb wieder hochgefahren. Woche für Woche durften mehr Kinder betreut werden, inzwischen können alle Kinder wieder täglich kommen und wir sind sehr froh, alle wiederzusehen. Auf diese Weise können wir auch unsere Vorschüler* innen in ihren letzten Wochen als Kitakinder begleiten und ihnen einen feierlichen Abschied bereiten. Besonders gefreut haben wir uns über eine Aktion der diesjährigen Vorschul-Eltern, die sich zusammen mit den Vorschulkindern unter der fachkundigen Leitung von Jenny Kempf mit einem selbstverfassten Lied schwungvoll von uns verabschiedeten.

In den Wochen mit eingeschränktem Betrieb konnten wir viele Dinge in Angriff nehmen, für die sonst wenig Zeit bleibt. Im Garten haben wir einige Rasenflächen neu eingesät. Der Flur, der Wasch- und der Wickelraum wurden frisch gestrichen. Viele Ecken wurden entrümpelt und neu geordnet.

Große Veränderungen gab es auch in unserer Küche. Im Hinblick auf das neue Kita-Gesetz konnten sowohl ein größerer Herd als auch ein leistungsfähigerer Konvektomat angeschafft werden. Diese Geräte sind notwendig, um ab August 2021 für alle Kinder der Kita ein Mittagessen zubereiten zu können, wenn der Rechtsanspruch auf eine siebenstündige Betreuung einschließlich Mittagessen in Kraft tritt. Einen Teil der notwendigen Umbauarbeiten erledigten Teammitglieder. Inzwischen sind die Geräte eingebaut und unsere Hauswirtschafterin Anneliese Steuerwald freut sich über die sehr viel effektiveren technischen Hilfsmittel. Ein besonderer Dank gilt dem Landauer Jugendamt und dessen Leiter, Herr Eisenstein. Nur durch die großzügige finanzielle Unterstützung der städtischen Behörde können wir unseren Kindern auch weiterhin ein gesundes, frisch gekochtes Mittagessen anbieten. Stichwort Küche: Zu den Sommerferien verlässt uns unsere langjährige Mitarbeiterin, Frau Bärbel Lindemann, nach 19-jähriger Tätigkeit und tritt ihren wohlverdienten Ruhestand an. An dieser Stelle ein ganz, ganz herzliches Dankeschön für alle Unterstützung über die fast zwei Jahrzehnte!

Und zum guten Schluss: Wir sind dankbar dafür, dass es in den Familien unserer Kinder und des Teams bisher keinen Corona-Fall gegeben hat und wünschen uns, dass dies auch weiterhin so bleibt. Auch Ihnen wünschen wir alles Gute und Gesundheit!

Für das Kita-Team: Renate Heiligenthal, stellv. Leitung

Auszug aus dem aktuellen Gemeindebrief Ostern bis Juli 2020:

Kita-Alltag in Zeiten von Corona

Als am 13. März im Laufe des Tages die Information durchsickerte, dass alle Kindertagesstätten (wie ja auch die Schulen) in Rheinland-Pfalz geschlossen werden, wurde uns erst richtig bewusst, dass die Corona-Pandemie bei uns angekommen war. Natürlich hatte man davon in den Nachrichten gehört; seit Dezember war das Covid-19-Virus schließlich mit zunehmender Häufigkeit Thema in allen Nachrichten. Aber diese unmittelbare Auswirkung auf unseren Alltag hätten wir uns nicht vorstellen können. So machten wir uns an jenem Wochenende Gedanken über den Ablauf der Betreuung in der kommenden Woche: Es wurden Erfassungsbögen erstellt, Aushänge an der Kita-Tür angebracht und der Elternbeirat informiert. Am Montag gingen wir wie gewohnt zur Arbeit, jedoch kamen nur zwei Kinder in die Einrichtung. Jetzt wurde die Veränderung deutlich.

Wir nutzten die Zeit und begannen Dinge zu erledigen, die in den letzten Monaten liegen geblieben waren: Es wurde ausgemistet und grundgereinigt, repariert oder erneuert ... Um im Falle einer Infektion im Team den Betrieb der Kita weiter aufrechterhalten zu können, stellten wir uns auf einen Schichtbetrieb um. Das bedeutete auch, dass wir uns für die Dauer der Schließung nur in den jeweiligen Teams persönlich vor Ort sehen würden. Das war und ist eine sehr ungewohnte Situation. Daher haben wir uns auch Gedanken gemacht, wie wir in Kontakt bleiben können, untereinander und mit „unseren“ Kindern. In einer Messangergruppe und per Telefon standen und stehen wir im täglichen Austausch untereinander. Es werden Anfragen für die Notfallbetreuung besprochen, die Verpflegung geklärt und Aufgaben verteilt.

Um mit den Kindern in Kontakt zu bleiben, haben wir einen Brief mit Bastel- und Spielideen geschrieben und bei allen Familien eingeworfen. Die Erzieher*innen im Homeoffice arbeiten an unserem Qualitätshandbuch, schreiben Lerngeschichten für die Portfolios der Kinder, bilden sich selbstständig fort und erstellen Konzepte für 2021, wenn das neue Kita-Gesetz in Kraft treten wird. 

Wir alle stehen unter dem Eindruck, dass eine schlechte Nachricht die nächste jagt. Um den Menschen, die an unse rer Kita vorbeigehen, etwas Trost zu spenden, haben wir mit den Kindern in der Notfallgruppe ein Plakat mit dem Slogan „Alles wird gut“ gestaltet. Dieser Satz orientiert sich an dem Hashtag #andràtuttobene, der zurzeit in Italien mit der gleichen Intention in den sozialen Medien genutzt wird.

Obwohl wir im Team örtlich getrennt voneinander arbeiten, rückten wir durch die Krise noch enger zusammen. Besonders deutlich wurde das, als eine unserer Kolleginnen einen runden Geburtstag feierte. Normalerweise werden unsere Geburtstagskinder besungen und wir essen gemeinsam, das war jedoch aufgrund der Kontaktbeschränkungen nicht möglich. Es kam die Idee auf, nach Feierabend ein kleines Video zusammenzustellen, in dem jedes Teammitglied gratuliert. Die Kolleg*innen überraschten mit tollen Accessoires und kreativen Hintergründen in den Clips. Es floss viel Herzblut in die Produktion und entsprechend groß war die Freude bei unserm Geburtskind!

Es war zunächst ungewohnt, von zu Hause aus zu arbeiten. In der Praxis zeigte sich jedoch, dass in der ungestörten Umgebung viele Dinge leichter von der Hand gehen als in der Kita. Dort wird man häufig unterbrochen, weil Kolleg*innen abgelöst werden müssen, Eltern und Kinder Gesprächsbedarf haben, oder schlicht und ergreifend kein Raum zur Verfügung steht, in dem man störungsfrei arbeiten kann. Die fehlenden Räume sind ein bauliches Problem, mit dem wir auch nach der Krise umgehen müssen. So eröffnet die Pandemie neue Perspektiven und veranlasst  uns dazu, über neue Perspektiven, über unsere Arbeitsmethoden nachzudenken.

Es ist heute sehr still in der Kita. Nur wenige kommen in die Notbetreuung. Es ist toll, dass die Eltern verantwortungsbewusst mit dem Angebot umgehen. Trotzdem freuen wir uns sehr darauf, alle Eltern und Kinder im gewohnten Ablauf wiederzusehen. Nach Corona.  Bleiben Sie gesund!

Für die Kita: Arbind Brauch, Leitung

Termine unter Vorbehalt: 6.6. Sommerfest, 2.7. Trommelreise,  7.7. - 9.7. Waldtage, 10.7. Planungstag

Außerdem: 27.7. - 16.8. Ferien